Ärztliche Versorgung

Die Rahmenbedingungen, unter denen die ärztlichen und pflegerischen Leistungen erbracht und in Anspruch genommen werden, verändern sich stark. In unseren ländlichen Regionen erkennen wir erste Versorgungsengpässe infolge fehlender Praxisnachfolgen.

Der demografische Wandel verläuft in Stadt und Landkreis Osnabrück erfreulich moderat. Dank der Hochschulen in der Stadt Osnabrück und der vergleichsweise hohen Geburtenraten im Umland bewegt sich die Einwohnerzahl insgesamt noch bis 2030 auf dem erreichten hohen Niveau. Das Potenzial der Erwerbsfähigen bleibt stabil. Die Verschiebung des Altersaufbaues in Richtung der Älteren bestimmt die Entwicklung mit der Folge, dass der Bedarf an ärztlichen Leistungen in unserer Region bei stabiler Einwohnerzahl weiter steigt.

Dem steht ein sinkendes Leistungsangebot gegenüber. Mit Deutlichkeit schlägt der demografische Wandel auf der Seite der niedergelassenen Ärzteschaft durch. In einigen Gemeinden und Städten haben wir schon heute ein Durchschnittsalter der Hausärzte von 60 und mehr Jahren. Das heißt, dass hier in den kommenden Jahren mehr als die Hälfte der niedergelassenen Allgemeinärzte aufhören und in den Ruhestand gehen.

In unserer Ausarbeitung „Ärztliche Versorgung im Landkreis Osnabrück 2015" finden sich dazu regionale Daten und Analysen, die der Landkreis Osnabrück allen Akteuren in der Gesundheitsregion für eigene Schlussfolgerungen zur Verfügung stellt.

Von zentraler Bedeutung ist daher die Sicherstellung der Praxisnachfolgen. Weil viele Akteure an unterschiedlichen Stellen mitwirken können, um die Chance einer Praxisnachfolge generell und auch im Einzelfall zu erhöhen, möchten wir mit Ihnen Handlungsmöglichkeiten und Erfolgsfaktoren in der Arbeitsgemeinschaft ärztliche Versorgung diskutieren.

Bisherige und zukünftige Aktivitäten

Auf der Gesundheitskonferenz am 1. Juli 2015 hat sich die Arbeitsgemeinschaft erstmals mit folgenden Fragestellungen beschäftigt:

  • Wie sieht die ärztliche Versorgung in der Region Osnabrück gegenwärtig aus?
  • Welche Trends sind erkennbar und wie können wir die heutige Versorgungssituation aufrecht erhalten?
  • Wer kann wie zum Ziel unserer Gesundheitsregion "Erhaltung des Niveaus der hausärztlichen und allgemeinen fachärztlichen Versorgung" beitragen?

Die Ergebnisse finden Sie in der Dokumentation der Gesundheitskonferenz 2015.