Gesundheitskonferenz Landkreis und Stadt Osnabrück

Gesundheitskonferenzen sind ein bewährtes Instrument für den Austausch zwischen den Akteuren des Gesundheitswesens. Gesundheitliche Probleme werden aufgegriffen, Lösungsstrategien entwickelt und gemeinsam an ihrer Umsetzung gearbeitet.

Auch in der Gesundheitsregion von Landkreis und Stadt Osnabrück finden seit dem Jahr 2003 jährlich Gesundheitskonferenzen zu den relevanten Themen der Gesundheitsversorgung statt. So werden neue Ideen entwickelt und die Kooperation zwischen den Akteuren gestärkt. Die Arbeit der regionalen Netzwerke wird auf den Gesundheitskonferenzen präsentiert.

Themen und Ergebnisse der Gesundheitskonferenzen aus den letzten Jahren können Sie im Download-Bereich herunterladen.

Im Jahr 2015 stand die Gesundheitskonferenz unter dem Motto „Gesundheitsversorgung vor Ort zukunftsgerecht gestalten“ und bildete damit die Auftaktveranstaltung für die Gesundheitsregion von Landkreis und Stadt Osnabrück.

 

Gesundheitskonferenz 2016

Pressemitteilung zur Gesundheitskonferenz


Mehr Geld für Gesundheitsförderung und Prävention


Gesundheitskonferenz hat im Kreishaus stattgefunden


Osnabrück. Ist das Präventionsgesetz ein Gewinn für die Praxis? Dies war die zentrale Frage der jüngsten Gesundheitskonferenz im Kreishaus Osnabrück. Rund 90 Fachleute aus dem Sozial- und Gesundheitswesen nahmen an der Veranstaltung teil. Der Tenor: Das neue Gesetz bietet zusätzliche Möglichkeiten für Gesundheitsförderung und Prävention.
Die Verhandlungen über verschiedene Entwürfe des Präventionsgesetzes hatten mehr als zehn Jahre gedauert. Mitte 2015 trat es schließlich in Kraft. Mit dem Ziel, Gesundheitsförderung und Prävention in Kitas, Schulen, Kommunen, Betrieben und Pflegeeinrichtungen zu stärken, werden zukünftig 500 Millionen Euro (7 statt 3,17 Euro pro Versicherten) von den Krankenkassen deutschlandweit in diese Bereiche investiert. Zudem soll die Selbsthilfe gestärkt, die Früherkennungsuntersuchungen weiterentwickelt, Präventionsempfehlungen von Ärzten ausgesprochen und das Impfwesen gefördert werden.
Das Papier wurde verabschiedet, doch wie kann die Region Osnabrück davon profitieren? Frühzeitig wollten die Organisatoren der Gesundheitskonferenz die Fachleute aus dem Gesundheitswesen auf die Möglichkeiten des neuen Gesetzes aufmerksam machen, um mit Ideen und Konzepten auf die Geldgeber zugehen zu können. Gemeinsam mit Vertretungen der Krankenkassen wurde die Umsetzung in der Praxis diskutiert.
An der Veranstaltung nahmen auch der Erste Kreisrat Stefan Muhle und Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert teil – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Spitzen der Kommunen die neuen gesetzlichen Regelungen als Chance begreifen. „Das Thema Gesundheit hat auf der kommunalen Ebene eine neue Bedeutung erhalten. Es ist auch durch die Gesundheitskonferenzen verstärkt in den Kommunen angekommen“, betonte Muhle. Griesert ergänzte, dass Instrumente wie das neue Präventionsgesetz genau unter die Lupe genommen werden müssten: „Für uns ist es wichtig, die Chancen darin zu erkennen und zu nutzen, aber auch etwaige Schwachstellen aufzuzeigen.“
Magdalena Knappik (GewiNet Kompetenzzentrum Gesundheitswirtschaft und IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim) und Günter Siebels-Harms (AOK) betonten in ihren Beiträgen, dass das Präventionsgesetz die Bedeutung der Gesundheitsförderung in Betrieben deutlich stärke und Unterstützungsangebote insbesondere für klein- und mittelständische Unternehmen schaffe. Auch für Kindergärten und Schulen schaffe das neue Gesetz Ansätze, erläuterte Ina Wichmann-Behrendt (Audi BKK): „Durch den Einsatz von Gesundheitsförderung und Prävention können alle Kinder erreicht und besonders benachteiligte Kinder unterstützt werden.“
Gerhard Bojara, Leiter des Gesundheitsdienstes für Landkreis und Stadt Osnabrück, sieht die Chancen des Gesetzes in der Schaffung von dauerhaften Strukturen, mit denen die Präventionsarbeit kommunal verstetigt werden könnte. Noch nie zuvor habe so viel Geld für diese Bereiche zur Verfügung gestanden. Es sei nun eine Gemeinschaftsaufgabe, bei der die verschiedenen Akteure aus dem Gesundheitswesen miteinander kooperieren müssten.

 

Übersicht der Gesundheitskonferenzen

2016 "Präventionsgesetz - Ein Gewinn für die Praxis?"
2015 "Gesundheitsversorgung vor Ort zukunftsgerecht gestalten"
2014  N.A.
2013 "LebensWert - Hospiz- und Palliativversorgung in der Region"
2012 "Gemeinsam aktiv für Gesundheit - Netzwerkarbeit aktuell"
2011 "Depression in der Arbeitswelt - (k)eine ausweglose Situation?"
2010 "Ergebnisse sichern - Zukunft planen"
2009 "MRSA gemeinsam aktiv = wirksam"
2008 "Gesundheit braucht Partner"
2007 "Gesundheit im Alter"
2006 "Netzwerkarbeit zwischen Lust und Frust"
2005 "Netzwerke in der Gesundheitsförderung - auf zu neuen Ufern"
2004 "Impfschutz verbessern und dann..."
2003 "Impfen schützt - Impfen nützt"

 

Übersicht der Gesundheitskonferenzen